Der Film zur UNESCO-Bewerbung

Die Zeit war knapp. Denn innerhalb von sechs Monaten musste nicht nur der Antrag zum immateriellen Kulturerbe geschrieben und alle angeforderten Unterlagen zusammengestellt werden. Besonderes Augenmerk lag darauf, die Akteure aus Kultur und Bildung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Bewerbung zu beteiligen.

Gefüllter Saal bei der öffentlichen Projektvorstellung "WeiterSAGEn – Rattenfänger lockt UNESCO"

So haben 2013 im Juni die Ideenbörse "Gelebte Ausdrucksformen der Rattenfänger-Sage" und im August die Öffentliche Projektvorstellung "WeiterSAGEn – Rattenfänger lockt UNESCO" statt gefunden. Auf den Veranstaltungen hatten die Beteiligten die Möglichkeit, Ideen und Anregungen für den Antrag einzubringen. Zudem unterstützen zahlreiche Gemeinschaften, Vereine und Einzelpersonen offiziell die Bewerbung zum immateriellen Kulturerbe.

Ein Highlight war der Besuch der Schriftstellerin Felicitas Hoppe - Georg-Büchner-Preisträgerin und gebürtige Hamelnerin - die die Rattenfänger-Sage als ihre "Ideenbatterie" bezeichnet und die UNESCO-Bewerbung der Stadt Hameln ausdrücklich begrüßt. So hatte sie für den internationalen Schreibwettbewerb des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) "Ein Märchen geht um die Welt" auch keine andere als die Sage des Rattenfängers von Hameln ausgewählt.

Die Anregungen aus der Bürgerschaft flossen in den Antrag ein und die Stadt Hameln reichte die Bewerbung "Der Rattenfänger von Hameln – lebendige Tradition und Inspirationsquelle" zum 30. November 2013 beim Land Niedersachsen ein.

Neben dem angeforderten ausgefüllten Formular und den zwei Empfehlungsschreiben wurde die Bewerbung um neun aussagekräftige Fotos und ein 10-minütiges Video ergänzt.

Der Rattenfänger von Hameln – lebendige Tradition und Inspirationsquelle

 

 

Besonderer Dank gebührt den VerfasserInnen der Empfehlungsschreiben. So unterstützen Dr. Dorothee Hemme vom Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Göttingen und Generalkonsul a. D. Detlef Boldt den Antrag zum immateriellen Kulturerbe mit ihrer fachlichen Expertise.